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This is the http://kiwi.uni-psych.gwdg.de/congress/gor-2001/contrib/contrib/silberer-guenter/contrib/heidingsfelder-martin/heidingsfelder-martin Document.

Main Author: Heidingsfelder, Martin

Co-Authors: Bamert, Thomas ;

Institution: Rogator AG, Nürnberg

Contribution Title: Reihenfolgeeffekte bei Web-Umfragen: Ergebnisse eines Methodenexperiments.

Authors Email: mheid@mailstore.com

URLs:
http://www.rogator.de/


Abstract German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 3279)
German: Bei Internet-Befragungen werden zunehmend attraktiv gestaltete Fragebögen publiziert, die mit bunten Grafiken und hoher Interaktivität versuchen, die Teilnehmer an Umfragen für die Befragung zu motivieren und Designanforderungen des Kunden zu berücksichtigen. Neben dem inhaltlichen Interesse gilt es auch, den Befragten optisch zu begeistern. Bisher nicht bekannt ist, welche Einflüsse auf das Antwortverhalten der Teilnehmer zu erwarten sind. Seit 1997 untersucht man im Hause Rogator solche Einflüsse mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen für Umfrageveranstalter für die Gestaltung ihrer Online-Befragungen zu entwickeln. In diesem Experiment wurden horizontale und vertikale Anordnungen von Fragen sowie verschiedene Skalenausrichtungen gegenübergestellt. Durch die unterschiedliche Darstellung von Fragen lassen sich Unterschiede im Antwortverhalten feststellen. Es wird überprüft, ob die vertikale und horizontale Darstellung von Antwortitems zu Antwortverzerrungen führt. In die Ausgestaltung des Fragebogens wurden Dr. Ulf-Dietrich Reips und Thomas Bamert von der Universität Zürich einbezogen, die sich seit geraumer Zeit mit Internet-Experimenten befassen. Durch Bereitstellung der Software und Technik sowie die Zuführung von Befragungsteilnehmern unterstützte die Rogator AG die Untersuchung. Die Untersuchung wurde aus vier inhaltlich identischen Fragebögen konzipiert, die sich in der Anordnung der Fragen vertikal und horizontal sowie in der Reihenfolge der Items unterschieden. Es wurde darauf geachtet, daß die Umfrage für jede Person ohne Vorkenntnisse beantwortbar war. Der erste Teil wurde auf soziodemografische Fragen beschränkt, während im zweiten Teil auch Beurteilungsfragen enthalten waren. Es wurden teilweise auch für die Antwortverweigerung Items an erster (oben bzw. links) bzw. letzter (unten bzw. rechts) Stelle ermöglicht. Die Untersuchung integrierte alle gängigen Fragetypen und wurde bisher von knapp 400 Teilnehmern (Stand Jan. 2001) vollständig ausgefüllt. Bei der Auswertung der Umfrage wurde auch das zeitliche Antwortverhalten der Teilnehmer berücksichtigt, was ebenfalls interessante Ergebnisse und neue Hypothesen erlaubt. Für die Grundlagenforschung zur Verwendbarkeit von Online-Umfragen zeichnen sich wichtige Erkenntnisse ab. Welche Gestaltungsanforderungen sind an Online-Befragungen zu stellen? Sollen Fragen randomisiert werden? Wie erreicht man eine hohe Datenqualität? Wie läßt sich das Antwortverhalten beeinflussen?

Die ersten Ergebnisse zeigen deutlich in die erwartete Richtung:
? Die Ergebnisse der Fragebögen weichen deutlich voneinander ab.
? Datensätze bei Online-Umfragen müssen hinsichtlich der Antwortgeschwindigkeit und hinsichtlich des Interesses der Teilnehmer überprüft werden.
? Randomisierung kann die auftretenden Effekte nur verschleiern.

Die gewonnen Erkenntnisse lassen eine Ergänzung der Aussage zu, keiner Statistik zu glauben, die man nicht selbst gefälscht hat: „Glaube keiner Online-Studie, deren Fragebogen Du nicht gesehen oder selbst erstellt hast.“


Article preliminary article (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 512)
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