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GOR 2001 - Abstracts
Currently the following abstracts are accepted for the GOR-Conference in Spring 2001 in Göttingen (ordered by name of first author):
Bamert,Thomas
; Reips, Ulf-Dietrich Institution: Universität Zürich
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 775)
- poster
"Online Befragung zur Webpage-Evaluation."
German: Am Beispiel der Evaluation
der Website der Allgemeinen
und Entwicklungspsychologie
der Universität Zürich zeigen
wir wesentliche Elemente
einer befragungsbasierten
Website-Evaluation auf.
In der Befragung wurde das
Design der zu evaluierenden
Website im
One-Screen-One-Question-
Modus fortgeführt, es wurden
Filterführung und
Befragungsfortschritt
implementiert, sowie eine
Gesamtergebnisrückmeldung.
Insgesamt hatte die
Befragung eine Länge
zwischen acht und zehn
Fragen.
Die erhobenen Daten belegen
einerseits die Nützlichkeit
zielgruppenspezifischer
Varianten einer Website und
andererseits das Potential
einer permanenten
begleitenden Evaluation für
Einsparungen und
Funktionalitätssteigerungen
in Verwaltung und Lehre.
English:
Bunz, Ulla K.
; Institution: Communication Studies, University of Kansas
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 0)
- poster
"The Website Assignment as a Valuable Exercise - Beyond Establishing Presence to Creating Significance."
German:
English: Having an Internet site has turned into the thing to do. No
major US corporation can afford not having one. Advertising has snatched up
the trend and includes URL's in print, audio and visual commercials.
Personal pages are equally booming. The range of topics on all these sites
is enormous. Yet, not all pages are equally "good". The paper accompanying
the poster board presentation takes two steps. First, it defines what
makes a web site "good". To accomplish this task a variety of fields will
be covered, including web credibility, design and usability principles, so
called help-sites that promise to turn average sites into successful sites,
visual persuasion, and audience targeted message creation. The second step
is an academic one, trying to find a motivation behind the common practice
of teaching students to create (mostly unsophisticated) web sites without
teaching them about at least some of the principles discussed above to turn
this site into a "good" site. Personal experience from both the student and
the instructor perspective will be included. The poster board will display
examples and instructional advice focusing on practical application.
Cornelius, Caroline
; Institution: eResult GmbH - eCommerce Research & Consulting, Göttingen
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2473)
- poster
"Best Match zwischen Forschungsfrage und Design von Online-Fokus-Gruppen."
German: Die Vorteile von Online-Fokus-Gruppen gegenüber Face-to-Face-Gruppendiskussionen werden gegenwärtig vor allem darin gesehen, dass sie zeit- und kostenökonomisch, flexibel und international durchzuführen sind. Sie wirken aufgrund des Reiz des Neuen (noch) als Incentive bei der Rekrutierung. Die früher aufwendig zu erstellenden Transkripte der Diskussionen werden als automatische Protokolle gleich mitgeliefert, was eine erhebliche Erleichterung der anschliessenden quantitativ-qualitativen Analyse und Ergebnispräsentation darstellt. Das textbasierte Medium "Computerkonferenzen" ermöglicht so Fokus-Gruppen zu einer breiteren Facette von Fragestellungen, in dichteren Zeitintervallen und/oder mit grösseren Stichproben.
Darüber hinaus hält sich in der Literatur die Vorstellung, dass die Teilnehmenden in Online-Fokus-Gruppen aufgrund der visuellen Anonymität mehr Offenheit im Anwortverhalten, mehr Selbstoffenbarungen und weniger soziale Erwünschtheit zeigen als in FtF (Joinson, 2001). Dabei wird jedoch übersehen, dass nicht per se die Medienmerkmale zu diesen Gruppenergebnissen führen, sondern das spezifische Variablen im Design der Online-Fokus-Gruppen oben genannte Effekte hervorrufen aber auch unterdrücken können. Postmes, Spears und Lea (1999) gehen davon aus, dass das Medium lediglich eine reliablere Manipulation des Gruppenkontexts ermöglicht als in Face-to-Face-Gruppen, da in letzteren ideosynkratische Merkmale der Gruppenmitglieder eine Vorhersage der Gruppendynamik erschweren.
Der zentrale Vorteil von Online-Focus-Gruppen, nämlich die gezielte Manipulation eines Gruppenkontexts zur Optimierung der Passung zwischen Fragestellung und Design in der Marktforschung, wurde bisher noch nicht erkannt. In einem Kreismodell werden die Möglichkeiten des Designs anhand der vier häufigsten Fragestellungen im Bereich der Entwicklung und Evaluation von Produkten und Dienstleistungen mit den Faktoren Gruppenzusammensetzung, Anonymität, Kommunikationsqualität und Moderationstechnik dekliniert.
Joinson, A. (2001). Self-disclosure in computer-mediated communication: The role of self-awareness and visual anonymity. In European Journal of Social Psychology, 31, 177-192.
Postmes, T, Spears, R. & Lea, M. (1999). Social identity, normative content and 'deindividuation' in computer-mediated groups. In N. Ellemers, R. Spears & B. Doosje (Hrsg.), Social identity: context, commitment and content (S. 164-265). Oxford: Blackwell.
English: Currently, market researchers perceive the advantages of online focus groups over face-to-face (FtF) groups in their time- and cost-saving features and liberation from space limits. Their "newness" is (still) an incentive for recruiting participants. Instead of costly transcription, electronic protocols of the text-based computer-mediated communication (CMC) can be saved and used in subsequent quantitative and qualitative analysis and presentation of results. Thus, CMC gives the opportunity to conduct focus groups with a broader spectrum of research questions, in smaller time intervals and/or with larger samples.
Moreover, some researchers belief that participants of visual anonymous online groups communicate more self-disclosing and less socially desirable (i.e. Joinson, 2001). This notion neglects that not media features per se but specific variables of the design of online focus groups may elicit these effects but may suppress them as well. Postmes, Spears and Lea (1999) assume that in CMC, a more reliable prediction of social context effects is possible whereas a reliable prediction of group dynamics in FtF may be impeded by the ideosyncratic features of group members.
Up to now, this central advantage of online focus groups is not perceived by market researchers. In CMC, the reliable and specific manipulation of the group context can be used in order to optimize the fit between research question and design. In a circle model, possible design solutions concerning group composition, anonymity, communication quality and moderation method are assigned to the four most common research questions in the field of development and evaluation of products and services.
Joinson, A. (2001). Self-disclosure in computer-mediated communication: The role of self-awareness and visual anonymity. In European Journal of Social Psychology, 31, 177-192.
Postmes, T, Spears, R. & Lea, M. (1999). Social identity, normative content and 'deindividuation' in computer-mediated groups. In N. Ellemers, R. Spears & B. Doosje (eds.), Social identity: context, commitment and content (pp. 164-265). Oxford: Blackwell.
Duda, Sabrina
; Schießl, Michael ; Hess, Jan Michael; Institution: eye square, Berlin
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2038)
- poster
"WAP Ready or Not?"
German: In einer laborgestützten Studie mit 36 Probanden wurde die Usability und Akzeptanz von 23
deutschsprachigen WAP Angeboten untersucht. Ziel der Studie war es, einen Style Guide für
Entwickler von mobilen Anwendungen zu entwerfen. Die Probanden sollten die Angebote anhand
vorgegebener Aufgaben, die einer prototypischen Nutzungssituation entsprachen, explorieren. Sie
wurden während der Aufgabenlösung beobachtet und wurden angehalten, laut zu denken; nach jeder
Aufgabe wurden Fragebögen eingesetzt.
Multivariate Analysen ergaben, daß der bestimmende Faktor für die Gesamtakzeptanz die
empfundene Nützlichkeit (Utility) und die Benutzerfreundlichkeit (Usability) von WAP Anwendungen
ist; gefolgt wird dieser von der subjektiv empfundenen Hardwarequalität und der Kontrollüberzeugung;
wider Erwarten erwies sich die empfundene Gerschwindigkeit als unbedeutender Prädiktor für die
Geamtzufriedenheit. Das größte Problem bei WAP Seiten scheint daher nicht in der
Ladegeschwindigkeit der einzelnen Seiten zu bestehen, sondern in der instabilen Verbindung, die
immer wieder zu Abbrüchen führt. Das heißt, wenn Nutzer sich auf WAP Seiten befinden, die eine
hohe Nützlichkeit mit einer hohen Usability verbinden, wird die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus
toleriert.
Insgesamt zeigen die Daten eine breite Varianz bei der Usability und Akzeptanz von WAP
Anwendungen. Durchweg erwiesen sich Systeme, die ein reduziertes Auswahlangebot hatten,
überlegen. Ausgehend von den Daten der vorliegenden Studie zeigt sich, daß im WAP grundsätzlich
andere Designprinzipien gelten, als dies bei Internetseiten der Fall ist. Das Nutzungsverhalten läßt
sich zusammengefasst als Tasking aufgabenorientiertes Vorgehen kennzeichnen; die Nutzer
wollen nicht Surfen, sondern zielgerichtet bestimmte alltagsbezogene Probleme lösen oder an
Informationen gelangen, die aktuell für die jeweilige Nutzungssituation relevant sind.
English:
Heidingsfelder, Martin
; Bamert, Thomas Institution: Rogator AG, Nürnberg
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 3279)
- poster
"Reihenfolgeeffekte bei Web-Umfragen: Ergebnisse eines Methodenexperiments."
German: Bei Internet-Befragungen werden zunehmend attraktiv gestaltete Fragebögen publiziert, die
mit bunten Grafiken und hoher Interaktivität versuchen, die Teilnehmer an Umfragen für die
Befragung zu motivieren und Designanforderungen des Kunden zu berücksichtigen. Neben
dem inhaltlichen Interesse gilt es auch, den Befragten optisch zu begeistern. Bisher nicht
bekannt ist, welche Einflüsse auf das Antwortverhalten der Teilnehmer zu erwarten sind. Seit
1997 untersucht man im Hause Rogator solche Einflüsse mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen
für Umfrageveranstalter für die Gestaltung ihrer Online-Befragungen zu entwickeln.
In diesem Experiment wurden horizontale und vertikale Anordnungen von Fragen sowie
verschiedene Skalenausrichtungen gegenübergestellt. Durch die unterschiedliche Darstellung von
Fragen lassen sich Unterschiede im Antwortverhalten feststellen. Es wird überprüft, ob die
vertikale und horizontale Darstellung von Antwortitems zu Antwortverzerrungen führt.
In die Ausgestaltung des Fragebogens wurden Dr. Ulf-Dietrich Reips und Thomas Bamert
von der Universität Zürich einbezogen, die sich seit geraumer Zeit mit Internet-Experimenten
befassen. Durch Bereitstellung der Software und Technik sowie die Zuführung von
Befragungsteilnehmern unterstützte die Rogator AG die Untersuchung.
Die Untersuchung wurde aus vier inhaltlich identischen Fragebögen konzipiert, die sich in der
Anordnung der Fragen vertikal und horizontal sowie in der Reihenfolge der Items unterschieden.
Es wurde darauf geachtet, daß die Umfrage für jede Person ohne Vorkenntnisse
beantwortbar war. Der erste Teil wurde auf soziodemografische Fragen beschränkt, während im
zweiten Teil auch Beurteilungsfragen enthalten waren. Es wurden teilweise auch für die
Antwortverweigerung Items an erster (oben bzw. links) bzw. letzter (unten bzw. rechts) Stelle
ermöglicht. Die Untersuchung integrierte alle gängigen Fragetypen und wurde bisher von
knapp 400 Teilnehmern (Stand Jan. 2001) vollständig ausgefüllt. Bei der Auswertung der
Umfrage wurde auch das zeitliche Antwortverhalten der Teilnehmer berücksichtigt, was
ebenfalls interessante Ergebnisse und neue Hypothesen erlaubt.
Für die Grundlagenforschung zur Verwendbarkeit von Online-Umfragen zeichnen sich
wichtige Erkenntnisse ab. Welche Gestaltungsanforderungen sind an Online-Befragungen zu
stellen? Sollen Fragen randomisiert werden? Wie erreicht man eine hohe Datenqualität? Wie läßt
sich das Antwortverhalten beeinflussen?
Die ersten Ergebnisse zeigen deutlich in die erwartete Richtung:
? Die Ergebnisse der Fragebögen weichen deutlich voneinander ab.
? Datensätze bei Online-Umfragen müssen hinsichtlich der Antwortgeschwindigkeit und
hinsichtlich des Interesses der Teilnehmer überprüft werden.
? Randomisierung kann die auftretenden Effekte nur verschleiern.
Die gewonnen Erkenntnisse lassen eine Ergänzung der Aussage zu, keiner Statistik zu
glauben, die man nicht selbst gefälscht hat: Glaube keiner Online-Studie, deren Fragebogen Du
nicht gesehen oder selbst erstellt hast.
English:
Horstmann, Gernot
; Institution: Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Universität Bielefeld
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 1270)
- poster
"Einschätzungen von Typikalität und Häufigkeit eines mimischen Ausdrucks."
German: Die Untersuchung des mimischen Ausdrucks von Emotionen gehört zu den
klassischen Gebieten der Emotionspsychologie. Hierbei wurden in der
Regel als Stimuli Bilder verwendet, die einen sehr starken mimischen Ausdruck
einer bestimmten Emotion zeigten. Im Unterschied dazu wird in der
vorliegenden Online-Studie die Intensität des mimischen Ausdrucks in
fünf Stufen zwischen einem neutralen Ausdruck und einem maximalen
Ausdruck variiert. Damit sollte untersucht werden, wie Einschätzungen
der Typikalität (eines Ausdrucks für eine Emotion) und der Häufigkeit
(mit der ein Ausdruck bei Vorliegen der Emotion gezeigt wird) in Abhängigkeit von
der Intensität des dargestellten Ausdrucks variiert. Es wird angenommen, daß die
Typikalität eine monoton steigende Funktion der Intensität des Ausdrucks
ist, wobei maximale Intensitäten maximale Typikalitätsurteile
hervorrufen. Im Unterschied dazu sollte die Häufigkeit einen umgekehrt
U-förmigen Zusammenhang zur Intensität aufweisen, wobei mittlere
Intensitäten als am häufigsten auftretend eingeschätzt werden. Die
Ergebnisse werden im Zusammenhang mit Theorien zur Natur und Funktion
von mentalen Repräsentationen diskutiert.
English:
Kreuels, Bernd
; Paßmann, Jessica Institution: Lehrstuhl für Marketing, Universität Dortmund
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2514)
- poster
"OSAC 2.0 (Online Survey Access Control): Webbasierte Steuerung einer Online-Befragung"
German: Bei empirischen Untersuchung ist es üblich, mit Teil- statt Vollerhebungen zu arbeiten. Das bezüglich der Inferenzstatistik optimale Auswahlverfahren, die Zufallsstichprobe, ist bei großen Grundgesamtheiten mit unbekannten Verteilungsparametern (z.B. Wähler einer Partei) im Internet aus technischen Gründen unmöglich, da weder vollständige und aktualisierte E-Mail-Verzeichnisse existieren noch Algorithmen, wie das Random-Digit-Dialing (RDD) bei telefonischen Erhebungen, einsetzbar wären. Allenfalls bei kleinen Grundgesamtheiten mit bekannten Verteilungen (z.B. Kunden- oder Mitarbeiterbefragungen) sind sowohl Vollerhebung als auch Zufallsauswahl möglich; sind gepflegte Adressdatenbanken verfügbar, so ist OSAC2.0 hier einsetzbar. Ansonsten wird im Rahmen von (kommerziellen wie akademischen) Adhoc-Erhebungen aus Zeit- und Kostengründen häufig mit willkürlichen Auswahlen (selbstselektierten Stichproben) gearbeitet, mit den hinlänglich bekannten Problemen. Als Ausweg bietet sich eine bewußte Auswahl nach dem Quoenverfahren mit Hilfe von Online-Access-Panels an, was eine weitere typische Anwendungssituation für OSAC2.0 darstellt.
Um die empirische Feldphase zu steuern, insbesondere die Einladung von Probanden, die Berechnung des Non-Response' und den Ausschluß von Mehrfachantwortern, wurde das Software-Tool OSAC 2.0 ("Online Survey Access Control") mit folgenden Spezifikationen entwickelt und getestet:
Generierung von zehnstelligen Logins (Paßwörtern) mit ASCII-Code (Zahlen, Buchstaben, groß-/kleinschreibungssensitiv), somit auch bei großen Stichproben fast unmöglich zu erraten;
Automatische Generierung von Einladungs-E-Mails mit einleitendem Text und Hyperlink zum paß-wortgeschützten Online-Fragebogen, wobei das Login bereits in der URL integriert ist;
Adressen werden automatisch aus einer Adressdatenbank ausgelesen;
Steuerung über ein Webformular; hier wird auch der Text der E-Mail verfaßt;
Der Fragebogen liegt in einem paßwortgeschützten Bereich, beim Zugriff wird über ein PHP-Skript das Login verifiziert;
Das erforderliche Skript zum Übertragen der eingegebenen Daten in eine Ausgabedatei wird au-tomatisch erzeugt.
Abweichungen der früheren Version OSAC 1.0:
Einladung per Brief statt per E-Mail, falls die benötigten E-Mail-Adressen nicht vorliegen;
Nutzung einer kurzen Redirect-URL, um den Medienbruch möglichst zu entschärfen.
Geplante Erweiterung (OSAC 3.0):
Portables Format, Anpassung an andere Server-Konfigurationen.
English: For empirical studies, researchers usually work with samples rather than with censu-ses. The most powerful sampling method in terms of inference statistics is random sampling; for large populations with unknown distribution parameters (e.g. voters of one party), however, it is not applicable on the internet for technical reasons, since neither complete and updated directories nor any algorithms, like RDD for telephone interviews, exist. Only for small known populations (e.g. customer or employee sur-veys), both random sampling and census can be done; when address data bases of such respondents are available, OSAC2.0 can be used for these purposes. Otherwi-se, commercial like academic adhoc surveys often work with self-selected samples because of financial and time restraints, resulting in well-known biases. As a solution to such distorted sampling frames, nonprobability samples (quota) can be used by means of online-access-panels, another typical application for OSAC2.0.
To control the phase of data collection - particularly the invitation of respondents, the calculation of nonresponse, and the disqualification of multiple submissions -, this software tool OSAC2.0 ("Online Survey Access Control") has been developed and tested, containing the following features:
generating ten-digits logins (passwords) from ASCII-code (numbers, letters, case-sensitive), thus almost impossible to be guessed even for large samples;
automatically generating invitation e-mails, with an introductory text and a hyperlink to the pass-word-protected web-questionnaire, the login already being integrated into the URL;
reading addresses from a data base;
controlling by means of a web form, where also the text of the e-mail can be edited;
restricting access to the password-protection questionnaire by verifying each login through a PHP-script;
writing the script that is required to write submitted data to the output file.
Modification from an earlier version OSAC 1.0:
invitation by snail mail instead of e-mail, if the required e-mail addresses are not available;
use of a short redirect-URL, to alleviate media disruption.
Plans for further extensions (OSAC 3.0):
portable format, adjustment to different server configurations.
Lengler, Ralph
; Reips, Ulf-Dietrich Institution: Universität Zürich
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 0)
- poster
"WWW-based IQ testing with speed components."
German:
English: To our knowledge, there hasn´t been conducted any research on speed-intelligence
tests (such as the d-2) adapted to the internet. Using a password, IP check, and e-mail routine,
we tested 1089 WWW-recruited participants for cognitive capacity (fluid intelligence test) and
for speed (speed-intelligence test). The first goal was to validate the speed section of the BIS-4
(Jäger & Süss, 1997) test on the internet. Participants were, after controlling for cognitive
capacity, with a mouse 10-15% (depending on the test) slower than the usual speed with paper
and pencil.
Furthermore, we compared the test results produced by different user groups, such as users
referred from university related sites as well as participants coming from test-yourself portals.
Users who were recruited from non-university sites differ significantly from the university
population, but still have a higher than average education and IQ-level. Notebook users
results differed from those by desktop users, and heavy and rare internet users appeared to
differ in type of usage of the visual cues presented on the screen. There is also evidence for
browser- and operating system- specific differences in the test results. It will be discussed
whether the observed test score differences speak against feasibilty of WWW-based IQ testing
or if they can be traced to personality differences.
Noller, Stephan
; Institution: humanIT GmbH, St Augustin
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2190)
- poster
"Navigation in komplexen Hypertextsystemen ein Webexperiment mit unterschiedlichen Visualisierungstools."
German: Im einem Webexperiment sollte der Nutzen zusätzlicher Visualisierungstechniken bei der Navigation in einer
komplexen Website untersucht werden. Als Untersuchungsmaterial wurde die Website des deutschen
Bundestages herangezogen und für die Untersuchung so aufbereitet, daß schließlich ein Hypertext mit 3474
Seiten zur Verfügung stand. Die 185 Versuchspersonen sollten nach einer kurzen Einführungsphase 6 Aufgaben
zum Inhalt der Site lösen. Es wurden 3 Bedingungen realisiert, wobei die Versuchspersonen randomisiert einer
Bedingung zugewiesen wurden. Neben der nahezu unveränderten Site des Bundestages (Kontrollbedingung)
wurde die Site in einem Fall in einem zusätzlichen Fenster durch ein hierarchisches Inhaltsverzeichnis dargestellt
(dargestellt mit WebToc), dessen Einträge durchsucht werden konnten. In der zweiten Bildschirmhälfte wurden
die Startseite bzw. die jeweils im Inhaltsverzeichnis angewählten Knoten angezeigt. Im anderen Fall wurde die
Darstellung der Website vollständig durch das Visualisierungstool quot;Hyperbolic-Treequot; ersetzt, wobei mit Hilfe
von fisheye-Technik und speziellen Verzerrungen gleichzeitig alle Knoten am Bildschirm sichtbar waren;
zusätzlich konnte in interessierende Bereiche quot;hineingezoomtquot; werden. Im Anschluß an die Fragenbearbeitung
wurde räumliches Vorstellungsvermögen (quot;spatial abilityquot;) als Kovariate erhoben sowie ein Fragebogen zur
Usability vorgegeben. Entgegen den Erwartungen erwies sich die aufwändige Visualisierung durch den
Hyperbolic-Tree als nicht vorteilhaft, und zwar sowohl hinsichtlich objektiver Maße (Lösungsgüte und
Bearbeitungszeit) als auch in der Usability-Beurteilung; zudem ergab sich ein selektiver Dropout (in der
Bedingung quot;Hyperbolic-Treequot; war der Dropout am höchsten). Diese Befunde werden im Hinblick auf die
Forschung zu Visualisierungstechniken und methodischen Problemen der Online-Forschung diskutiert. Zusätzlich
werden praktische Hinweise zur Verbesserung der Navigationsmöglichkeiten in komplexen Websites abgeleitet.
English:
Orthmann, Claudia
; Institution: Institut für Pädagogische Psychologie und Medienpsychologie, Freie Universität Berlin
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 1704)
- poster
"Methoden und Probleme der Datenerhebung in der qualitativen Chat-Forschung."
German: Im Rahmen des von der Berlin-Forschung geförderten Projekts Prozessanalyse der
Kommunikation von Kindern und Jugendlichen im Internet wird die Chat-Kommunikation
von Berliner Kindern und Jugendlichen im Alter von 10-17 Jahren erforscht. Die Chat-
Kommunikation wird hierbei anhand von Chat-Logfiles mit Hilfe der Konversationsanalyse
hinsichtlich dem Kommunikationsprozess zugrundeliegender interaktiver Regeln und
Strukturen untersucht.
Zur Untersuchung der kommunikativen Vorgänge wurden während der Datenerhebung
verschiedene Verfahren der Protokollierung von Chaträumen getestet und hinsichtlich ihrer
Datenqualität bewertet. Im Zuge der Datenerhebung und der vielfältigen Probleme (z.B. bei
der Protokollierung von Webchats) entstanden zwei Datensammlungen: Der größere
Datenkorpus besteht aus Logfiles eines Berliner Kinder- und Jugendchats durch den Zugriff
auf den Chatserver. Der zweite Datenkorpus besteht aus Screenshots von Webchats, die im
Rahmen eines quasi-experimentellen Settings entstanden. Neben der Chat-Kommunikation
wurden in diesem Setting auch zusätzliche Daten zur Gesprächssituation erhoben, u.a. durch
Interviews und das Filmen der Chatter während des Chat-Prozesses.
Das Poster stellt anhand der Datensammlungen des Projektes Methoden und Probleme der
Datenerhebung in der qualitativen Chat-Forschung dar. Aspekte wie die Anonymität der
Chatter, die technischen Funktionsweisen der einzelnen Chatsysteme und ihre
Protokollierbarkeit sowie Fragen zur Forschungsethik haben einen großen methodischen und
methodologischen Einfluß auf die Datensammlung in der Chat-Forschung.
English: The research project "Process analysis of the communication of children and adolescents in the Internet" analyses the chat communication of 10- to 17-year-old children and adolescents of Berlin. The analysis focuses on the identification of interactional forms and practices of childrens and adolescents chat communications by means of conversation analysis of the chat log-files.
Several methods of collecting chat log-files with regard to the resulting data quality were tested during the study. Due to the manifold problems (e.g. with logging public webchats) the process of data collection resulted in two sets of data: The bigger data corpus consists of log-files of a Berlin youth chat which were produced by remote access to the chat server. The second data collection consists of thousands of screenshots from webchats that were created in an experimental setting. This setting also allowed for the collection of further data of the conversational situation such as interviews as well as videos of the chatter during chatting.
The poster presents methods and problems of data collection of qualitative chat research based on the data collections of the project. Special aspects like the chatters anonymity, the technical functions of the tested chat systems and their possibilities to log the chat as well as the question of ethics in chat research have an immense relevance for the methods and methodology of data collection in the field of chat research.
Sander, Carsten
; Institution: Georg-August-Universität Göttingen
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 1300)
- poster
"Konsumentenanalyse im Webchat. Versuch einer bedürfnisprofilorientierten Segmentierung."
German: Durch das stetig zunehmende Web-Angebot ist es für den einzelnen Anbieter zunehmend schwierig, den teils verwöhnten, teils
enttäuschten Web-Nutzer durch gezielte Ansprache von den Vorzügen des eigenen Angebots zu überzeugen. Wie müssen
Werbe-Banner gestaltet sein, um ein bestimmtes Klientel möglichst effektiv anzusprechen?
Ausgehend von der Annahme, daß Navigieren und Selegieren im Internet durch distinkte Bedürfnisse ausgelöst und
(mit-)gesteuert wird, wird der Frage einer wirkungsvollen Segmentierbarkeit einer Web-Nutzer-Subpopulation die der Webchatter
untersucht.
Hierbei wird eine Typologie vorgeschlagen, die sich an unterschiedlichen Bedürfnisprofilen von Web-Chattern orientiert und eine
Bannergestaltung nahelegt, die nicht nur gezielt die Bedürfnisse bestimmter Chatter-Typen, sondern auch deren spezielle
Abneigungen gegen bestimmte Bedürfnisansprachen aufgreift (Fencing Banners).
Die Ergebnisse einer Labor- und einer Felduntersuchung werden daraufhin geprüft, ob eine zweigeteilte, bedürfnis- und
ablehnungsorientierte Bannerwerbung einer klassischen, nur-bedürfnisorientierten Bannergestaltung überlegen ist, die durch
Bedürfnisprofil-Typen nahegelegt wird.
English: By the constantly increasing web supply, it becomes increasingly difficult for website providers, to drag the partly spoiled, partly
disappointed web users to their web pages. How do advertising banners have to be arranged, in order to address a certain
clientele as effectively as possible? Taking into account that navigation and selection in the net is caused by distinct needs, the
question of an effective segmenting by needs of web users is hypothesized.
A typology of a subpopulation of net users the web chatters is suggested, oriented at different need profiles.
The results of two empirical studies will check whether a double-tracked fencing banner design (need AND refusal-oriented) will
be superior to classical (only need-oriented) banner organization.
Schütze, Stephan
; Fritsche, Immo Institution: {}
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 990)
- poster
"Wir haben die Lokomotive! Psychologische Forschung im Huckepack des Online-Entertainment."
German: Vorgestellt werden Probleme und Chancen einer Kooperation zwischen psychologischer Forschung und
Unterhaltungsanbietern im WWW. Im Rahmen einer verdeckten netzbasierten Werbekampagne für einen
Spielfilm über das Stanford-Prison-Experiment wurde auf Wunsch der kommerziellen Kampagnenträger ein
sozialpsychologisches online-Experiment durchgeführt. Diese Untersuchung sollte einerseits gemäß dem
Unterhaltungsziel den Charakter eines Demonstrationsexperiments haben und andererseits der
Datengewinnung im Kontext der Forschung zur Social Identity Theory dienen. Der kommerzielle Partner
prägte dafür das Motto: Wir haben die Lokomotive hängt Ihr Eure Waggons dran!
Im Zentrum des Beitrags steht eine Darstellung forschungsmethodischer und ethischer Fragen, die sich aus
dem Spannungsfeld zwischen Forschung und kommerziellem Marketing sowie aus den besonderen
Gegebenheiten des Mediums Internet ergeben.
English: Presented are problems and chances of a cooperation between psychological research and offerers of
entertainment in the www. Within the scope of a covered net-based advertising-campaign for a movie about the
stanford prison experiment a social psychological online-experiment was carried out, requested by the
commercial campaign organizers. On the one hand according to its entertainment goal this study should have
the character of a demonstrational experiment, on the other hand it should serve for data collection in the context
of the Social Identity Theory. The commercial partner formed the motto: We have got the locomotive, hook up
your wagons! The contribution focusses on the presentation of methodical and ethical questions that emerge out
of the tension between research and commercial marketing, as well as out of the special circumstances of the
internet.
Siepmann, Rolf
; Oppermann, Daniela Institution: Institut für Phonetik und Sprachliche Kommunikation, Ludwig-Maximilians-Universität München
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 687)
- poster
"Ein Online-Dialogexperiment mit Kontrastakzenten im Deutschen."
German: Die rapide Entwicklung des Internets eröffnet vielfältige Möglichkeiten für die
wissenschaftliche Nutzung dieses Mediums. So können
für die Phonetik etwa effizient verschiedene und umfangreiche Sprechergruppen
erreicht werden, um empirische Daten über das gesprochene Deutsch und dessen
Ausprägungen zu erheben. Dieser Beitrag stellt ein phonetisches Online-Experiment
vor, das die
Qualität des Verfahrens MOMEL zur akustischen Modellierung
von Intonationsverläufen im Deutschen untersucht. Die mit dem Verfahren
modellierten Sprachstimuli sind auf einer WWW-Seite in minimale Dialoge
eingebettet. Die Aufgabe der Versuchspersonen ist die auditive Beurteilung der
Kohärenz der Dialoge.
English:
Stieger, Stefan
; Voracek, Martin Institution: Institut für Psychologie, Universität Wien
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2166)
- poster
"Exploring sexual behavior online: Male-female differences in gender switching and attrition rate. "
German: Vorteile von Online-Designs zur Untersuchung von Aspekten des Sexualverhaltens
wurden wiederholt hervorgehoben (Bailey et al., 2000). Stehen jedoch
Geschlechtsunterschiede im Mittelpunkt der Fragestellung, werden durch das Online-Design
neue Validitätsbedrohungen eröffnet: z.B. kann man nicht sicher sein, daß das durch die
Teilnehmenden angegebene Geschlecht richtig ist (Gender Switching). Eine weitere
Validitätsbedrohung sind geschlechtsspezifisch unterschiedliche Abbruchsraten in Online-
Untersuchungen zu diesem Themenkreis.
Wir untersuchten daher Gender Switching und Abbruchsrate in einer großen Online-
Fragebogenuntersuchung zu Aspekten von Eifersucht und Untreue in Paarbeziehungen (Buss
et al., 1992). Die Untersuchung war beschränkt auf den Bereich des UNET-Servers der
Universität Wien. Durch dieses restringierte Design, insbesondere durch die nicht
verfälschbaren UNET-Account-Einträge der Studierenden (Voracek, Stieger, & Gindl, in
press), konnte das tatsächliche Geschlecht der Teilnehmenden verifiziert werden. Etwa 20.000
Studierende wurden per E-Mail auf die URL des Online-Fragebogens hingewiesen, zur
Teilnahme eingeladen, was in einer Stichprobe von 3.702 Teilnehmenden resultierte.
Sowohl bezüglich Gender Switching als auch bezüglich der Abbruchsrate zeigten sich
substantielle Geschlechtsunterschiede. Während 3.1% der Männer online weibliches
Geschlecht angaben, betraf ein solches Gender Switching nur 1.9% der Frauen (OR = 1.63; p
= .02). Während 14.3% der Männer den kurzen Fragebogen (10 Items, ca. 5 Minuten
Bearbeitungszeit) abbrachen, war dies nur bei 9.8% der Frauen der Fall (OR = 1.53; p <
0.0001).
In unserer Online-Untersuchung konnten aufgrund des restringierten Designs Gender
Switching-Phänomene und geschlechtsspezifisches Abbruchsverhalten detailliert dokumentiert
werden. Dies ist in offenen Online-Designs nicht möglich. Geschlechtsspezifische Ergebnisse aus
Online-Untersuchungen zu Aspekten des Sexualverhaltens können daher unbemerkt von diesen
Validitätsbedrohungen betroffen sein.
English: The advantages of online designs for exploring human sexual behavior have been
repeatedly emphasized (Bailey et al., 2000). However, when focusing on male-female differences,
online designs fall prey to new sources of threat of validity: i.e., one can not be sure about
participants stated sex (gender switching). A further threat of validity is sex-differentiated
attrition rate in online studies concerned with sexual behavior.
Thus, we investigated both gender switching and attrition rate in a large-sample online
questionnaire study concerned with jealousy and infidelity in intimate relationships (Buss et
al., 1992). The study was restricted to the UNET server at the University of Vienna. Owing to
the restricted study design, specifically via the nonfalsifiable UNET account records of the
students (Voracek, Stieger, & Gindl, in press), participants correct sex could be verified.
About 20,000 students were indicated the online questionnaire’s URL by e-mail and invited
for study participation; with a resulting sample size of n = 3,702.
For both gender switching and attrition rate substantial sex differences emerged.
Whereas 3.1% of male participants stated female sex online, only 1.9% of females stated male
sex (OR = 1.63; p = .02). Whereas 14.3% of male participants did not complete the short
questionnaire (10 items, approx. 5 minutes completion time), only 9.8% of females did so
(OR = 1.53; p < 0.0001).
In our online study, owing to the restricted study design, we were able to thoroughly
assess gender switching phenomena and sex-differentiated attrition behavior. This is not
feasible in unrestricted online designs. Hence, sex-differentiated results from online surveys
concerned with sexual behavior topics could fall prey to these threats of validity unnoticedly.
Temme, André
; Institution: Institut für Psychologie, Universität zu Köln
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 1974)
- poster
"Quasimeto: Entwicklung eines Instruments zur Transformation synchroner Datenerhebungsmethoden der Qualitativen Sozialforschung wie Interview oder Gruppendiskussion auf das Medium Internet."
German: Gegenstand des Vortrags soll das Instrument Quasimeto sein, welches als
Methodenentwicklung innerhalb meiner Diplomarbeit des Studiengangs Psychologie zur
Transformation von synchronen Datenerhebungsmethoden der Qualitativen Sozialforschung
wie Interview oder Gruppendiskussion auf das Medium Internet entwickelt wurde. Das
Instrument erlaubt die synchrone Datenerhebung und deren quantitative Auswertung inklusive
automatischer Transkription mit einem oder mehreren Gesprächspartnern über beliebige
Entfernungen via Computer.
Vor dem theoretischen Hintergrund vor allem der Qualitativen Sozialforschung und der
Online-Forschung wird dessen Entstehungsprozess expliziert. Die Entwicklung richtet sich
nach dem Ansatz des Early Rapid Prototyping, ergänzend zu diesem Ansatz wird die
Anwendung methodologischer Prinzipien der Qualitativen Sozialforschung und die
Methodentriangulierung von Theorieanalyse, Experteninterview, Methodenvergleich und
Feldarbeit geschildert.
Nachfolgend wird das Instrument selbst vorgestellt. Das Instrument unterteilt sich funktional
in drei Module. Über das Administrationsmodul können Rahmenparameter beeinflußt
werden, die sich auf Aussehen und Funktionalität des Datenerhebungsmoduls auswirken.
In einem Auswertungsmodul sind erste quantitativ basierte Analysen der Datenerhebung
realisierbar und Exportmöglichkeiten zur weiteren quantitativen und qualitativen Analyse mit
anderen Programmen vorhanden.
Zur Absicherung der Methodenentwicklung kam die selbstentwickelte Form eines Usability-Fragebogens
bei drei Ernstfall-Datenerhebungen von eigens dafür geschulten Moderatoren
zum Einsatz, der von diesen im direkten Anschluß ausgefüllt wurde. Auch diese Ergebnisse,
welche für ein hohes Qualitätsniveau von Quasimeto sprechen, sollen abschließend vorgestellt
werden.
English:
Voracek, Martin
; Stieger, Stefan Institution: Univ.-Klinik für Tiefenpsychologie und Psychotherapie, Universität Wien
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2318)
- poster
"A Warning against University Subject Pools: Majors-differentiated evidence in an online survey of sexual behavior."
German: Die Verwendung von Studierendenstichproben, insbesondere von Psychologie-
Studierenden, in der empirisch-psychologischen Forschung wird seit Jahrzehnten kritisiert
(z.B. Smart, 1966; Jung, 1969; Rosenthal & Rosnow, 1975; Janssen, 1979); vornehmlich
aufgrund fraglicher Validität und Repräsentativität der Ergebnisse. Dazu sind alarmierende
Befunde publiziert worden, wie z.B., daß persönlichkeitsbezogene Selbstreportdaten von
Studierenden vom Erhebungszeitpunkt (früh vs. spät im Semester) abhängig sind (Holden &
Reddon, 1987; Bernard, 2000). Hingegen ist aufgrund üblicher Beschränkungen der
Stichprobengrößen studienrichtungsbezogenen Effekten in Studierendenstichproben noch
kaum nachgegangen worden.
Wir untersuchten daher in einer großen Online-Fragebogenuntersuchung (im Bereich
der Universität Wien; n=3.702) zu geschlechtsspezifischen Aspekten von Eifersucht und
Untreue in Paarbeziehungen (Buss et al., 1992; Voracek, Stieger, & Gindl, in press)
studienrichtungsbezogene Unterschiede im Antwortverhalten. Die dabei verglichenen
Substichproben waren von der Größenordnung üblicher Gesamtstichproben.
Interessanterweise resultierten für Psychologiestudierende (OR=3.01), verglichen mit
Medizin- (OR=2.04), Jus-Studierenden (OR=2.61) und allen anderen Studienrichtungen
(OR=2.27), die größten Geschlechtsunterschiede sowie das mit Abstand traditionellste
Geschlechtsrollenmuster. Die Unterschiede zu den Teilnehmenden aus anderen
Studienrichtungen waren substantiell und statistisch signifikant.
In unserer Online-Untersuchung konnten aufgrund der großen Teilnehmendenzahl
studienrichtungsbezogene Unterschiede in sexualverhaltensbezogenen Selbstreportdaten
dokumentiert werden. Dies ist aufgrund üblicher Beschränkungen der Stichprobengrößen in
psychologischer Offline-Forschung allgemein kaum je möglich. Auf Studierendenstichproben
basierende Studien können daher unbemerkt studienrichtungsbezogene Effekte enthalten.
Ergebnisse, die auf Stichproben von Psychologiestudierenden basieren, sind möglicherweise
nicht einmal auf Studierende anderer Studienrichtungen generalisierbar (und erst recht nicht
auf die Allgemeinbevölkerung).
English: The usage of university subject pools, especially of psychology undergraduates, in
empirical psychological research has been criticized since decades (e.g., Smart, 1966; Jung,
1969; Rosenthal & Rosnow, 1975; Janssen, 1979); mainly for questionable validity and
representativeness of results. Evidence as disturbing as significant associations between
self-reported personality characteristics and early- vs. late-semester participants has been reported
(Holden & Reddon, 1987; Bernard, 2000). However, majors-differentiated effects in
university subject pools have been rarely investigated, owing to usual sample size limitations.
Thus, we investigated majors-differentiated effects in a large-sample online-questionnaire
study (University of Vienna; n=3,702) concerned with jealousy and infidelity
in intimate relationships (Buss et al., 1992; Voracek, Stieger, & Gindl, in press). The
subsamples compared in this study were of an order of magnitude of the usually employed
total sample sizes.
Interestingly, psychology undergraduates (OR=3.01), evidenced, as compared with
medical students (OR=2.04), law students (OR=2.61), and all other majors (OR=2.27),
both the largest sex differential and the most traditional sex-role pattern. The difference to
participants from other majors were substantial and statistically significant.
In our online study, owing to the large sample, we were able to show majors-differentiated
effects in self-report data concerned with sexual behavior. Owing to usual
sample size limitations in psychological offline research this is generally not feasible. Hence,
studies based on university subject pools might be contaminated with majors-differentiated
effects. Specifically, evidence based on psychology undergraduate samples might not be
generalizable even to undergraduates of other majors (and, naturally, even less generalizable
to the general population).
Döbler, Thomas
; Wolf, Malthe; Schenk, Michael Institution: Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft, Institut für Sozialwissenschaften, Universität Hohenheim
Abstract
German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2644)
- poster
"Das Konzept der Sozialen Milieus und die Analyse von Online- und E-Commerce-Nutzung"
German: Immer kürzere Produkt-Lebens- bzw. Innovationszyklen, vielschichtigste Konsumentenpräferenzen sowie der soziokulturelle Wandel und besonders die Vernetzung der Gesellschaft und Wirtschaft durch das Internet stellen immer größere Anforderungen an die Marktstrategien der Unternehmen. Differenzierte, vielschichtige Kenntnisse über die Kunden sind zunehmend unerlässlich. Um diese Herausforderungen zu meistern, bedienen sich Marktforschungsinstitute, Medienunternehmen und Markenartikel-Hersteller schon seit langer Zeit dem sozialwissenschaftlichen Instrument der sogenannten Sozialen Milieus. Vorteil dieser Methode ist die mehrdimensionale, ganzheitliche Erfassung und Gruppierung der Menschen in soziale Einheiten: Wertorientierungen sowie Alltagseinstellungen zu Themen wie Konsum, Freizeit, Geld, Familie und Medien, seit kurzem auch Internet und E-Commerce, definieren die Sozialen Milieus und werden als Instrument genutzt, Produkte an den Präferenzen der Kunden
auszurichten.
Die schon heute unübersehbare, sich in den kommenden Jahren noch exponentiell verstärkende Bedeutung des Internets in allen Bereichen unserer modernen Wirtschaft und des privaten Alltags legt eine Betrachtung dieser neuen Handels- und Informationsplattform unter Bezug auf die Sozialen Milieus nahe.
Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, wie die Lebenswelten und Lebensstile der modernen Onlinekunden aussehen und wie sich diese anhand der Milieu-Struktur klassifizieren lassen.
Im Zentrum steht beim gegenwärtigen Entwicklungsstand einerseits die Kristallisation von besonders aufgeschlossenen und aktiven Gruppen der Gesellschaft und eher abwartenden und reservierten Teilen der Bevölkerung auf der anderen Seite. Ein Vergleich dieser Gruppen nicht nur hinsichtlich ihrer Aufgeschlossenheit gegenüber Internet allgemein, sondern auch der konkreten Verhaltensweisen, etwa beim Online-Einkauf, unter Rückgriff auf die jüngere Entwicklung der Nutzung und Milieuverschiebung, lässt hier Ableitungen im Hinblick auf die Diffusion des Internets und seiner unterschiedlichen Nutzung zu.
Dem Vortrag liegt eine im Sommer 2000 von der Forschungsstelle für Medienwirtschaft und Kommunikationsforschung durchgeführte und veröffentlichte Sekundäranalyse zu Grunde. Eine diesbezügliche Aktualisierung der Daten, die im Frühling 2001 durchgeführt wird, eröffnet interessante Aussagen hinsichtlich der sich innerhalb eines Jahres vollzogenen Veränderungen innerhalb der verschieden Milieus selbst sowie im Inter-Milieu-Vergleich.
English:
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