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GOR 2001 - contentThis is the http://kiwi.uni-psych.gwdg.de/congress/gor-2001/contrib/contrib/jonas-kai/jonas-kai Document. Main Author: Jonas, Kai J. Co-Authors: ; Institution: Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Georg-August-Universität Göttingen Contribution Title: Stereotypentwicklung in cvK Authors Email: kjonas@uni-goettingen.de URLs:
Abstract German (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2211) German: Eindrucksbildungsprozesse könnten in der computer-vermittelten Kommunikation (cvK) Mediembeschränkungen unterliegen. Diese Sichtweise wurde in der frühen Forschung (Reduced Social Cues, Sproull & Kiesler, 1991) vertreten. Neuere Perspektiven gehen trotz der relativen Reizarmut von der face-to-face Kommunikation ebenbürtigen oder hyperbolisierten Prozessen aus (Hyperpersonal Perspektive, Walther, 1997). Dabei wurden jedoch noch nicht klassische Eindrucksbildungsprozesse, wie die SFP und insbesondere die Entwicklung von Stereotypen untersucht. In diesem Vortrag sollen Studien und Ergebnisse zur Eindrucksbildung in der cvK zusammengefasst werden und Aufklärung zu dem Befund der Hyperpersonal Perspective liefern, dass Eindruckbildungsprozesse in der cvK immer einen hyperbolisch positiven Verlauf nehmen. Zudem gilt es zu prüfen, ob das Modell durch die SFP bereits hinreichend erklärt werden könnte. Es werden vier Studien sowohl aus interpersonaler als auch aus intergruppaler Perspektive berichtet. In der ersten Studie zur SFP konnten keine systematischen Ergebnisse hinsichtlich der Frage nach der hinreichenden Erklärung der Hyperpersonal Perspective erzielt werden, was auf Medienspezifika und die Frage nach der Universalität des SFP-Phänomens zurückzuführen ist. Jedoch wurde die Hyperpersonal Perspective nicht bestätigt. In der Folgestudie konnten die relevanten Ergebnisse repliziert werden und weitere Befunde deuten auf differenzierte Prozesse der Eindrucksbildung hin. Dieses Ergebnis konnte auch durch die Studien im intergruppalen Setting bestätigt werden. Bereits mit marginaler Informationsmenge über eine outgroup bildet sich ein konsensual geteiltes Wissen über diese Gruppe. Je nach Bedingungsvariation (Stimmung und Kategorisierung) kann dieser Prozess in bezug auf die Negativitätseinschätzung beeinflusst werden. Die Ergebnisse liefern ein differenziertes Bild zur Eindrucksbildung in der cvK und legen eine auf spezielle Settings beschränkte Gültigkeit der Hyperpersonal Perspective nahe. Article (version: 25/06/2002 - 07:47, size: 2211) Eindrucksbildungsprozesse könnten in der computer-vermittelten Kommunikation (cvK) Mediembeschränkungen unterliegen. Diese Sichtweise wurde in der frühen Forschung (Reduced Social Cues, Sproull & Kiesler, 1991) vertreten. Neuere Perspektiven gehen trotz der relativen Reizarmut von der face-to-face Kommunikation ebenbürtigen oder hyperbolisierten Prozessen aus (Hyperpersonal Perspektive, Walther, 1997). Dabei wurden jedoch noch nicht klassische Eindrucksbildungsprozesse, wie die SFP und insbesondere die Entwicklung von Stereotypen untersucht. In diesem Vortrag sollen Studien und Ergebnisse zur Eindrucksbildung in der cvK zusammengefasst werden und Aufklärung zu dem Befund der Hyperpersonal Perspective liefern, dass Eindruckbildungsprozesse in der cvK immer einen hyperbolisch positiven Verlauf nehmen. Zudem gilt es zu prüfen, ob das Modell durch die SFP bereits hinreichend erklärt werden könnte. Es werden vier Studien sowohl aus interpersonaler als auch aus intergruppaler Perspektive berichtet. In der ersten Studie zur SFP konnten keine systematischen Ergebnisse hinsichtlich der Frage nach der hinreichenden Erklärung der Hyperpersonal Perspective erzielt werden, was auf Medienspezifika und die Frage nach der Universalität des SFP-Phänomens zurückzuführen ist. Jedoch wurde die Hyperpersonal Perspective nicht bestätigt. In der Folgestudie konnten die relevanten Ergebnisse repliziert werden und weitere Befunde deuten auf differenzierte Prozesse der Eindrucksbildung hin. Dieses Ergebnis konnte auch durch die Studien im intergruppalen Setting bestätigt werden. Bereits mit marginaler Informationsmenge über eine outgroup bildet sich ein konsensual geteiltes Wissen über diese Gruppe. Je nach Bedingungsvariation (Stimmung und Kategorisierung) kann dieser Prozess in bezug auf die Negativitätseinschätzung beeinflusst werden. Die Ergebnisse liefern ein differenziertes Bild zur Eindrucksbildung in der cvK und legen eine auf spezielle Settings beschränkte Gültigkeit der Hyperpersonal Perspective nahe. |