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Einladung des Kongressausrichters

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Georg-Elias-Müller-Instituts für Psychologie der Georg-August-Universität zu Göttingen laden Sie herzlich zum 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie ein. Dieser 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft ist zugleich der 100-jährige Jubiläumskongress − ein Ereignis, das sich auch in der Gestaltung und den Inhalten des bevorstehenden Kongresses widerspiegelt. Neben einer rückblickenden Bestandsaufnahme über 100 Jahre psychologische Forschung im deutschen Sprachraum und einer aktuellen Standortbestimmung soll dieser Kongress insbesondere auch der Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die deutschsprachige Psychologie dienen.

Die Tatsache, dass dieser Jubiläumskongress in Göttingen stattfindet, weist auf die große Bedeutung des Göttinger Instituts für Psychologie und seines Gründers Georg Elias Müller bei der Etablierung der Psychologie als wissenschaftliche Disziplin hin. Georg Elias Müller, nach dem seit 1997 das Göttinger Institut für Psychologie benannt ist, war 40 Jahre lang, von 1881 bis 1921, Ordinarius für Psychologie an der Universität Göttingen. In dieser Zeit baute er das von ihm gegründete Institut für Psychologie in Göttingen aus bescheidenen Anfängen zu einem der weltweit führenden Institute seiner Zeit aus. Auf seine Initiative hin fand 1904 der erste Kongress der deutschsprachigen Psychologie und im Anschluss daran die Gründung der "Gesellschaft für Experimentelle Psychologie" statt, deren Leitung er von 1904 bis 1927 inne hatte. Ab dem Jahre 1931 wurde dieser Kongress, der in zweijährigem Turnus stattfand, als "Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie" weitergeführt.

Mit Georg Elias Müller hat an der Georgia Augusta eine Forscherpersönlichkeit gelehrt, die sich, über ihre grundlagenwissenschaftlichen Beiträge zur Psychophysik, Gedächtnis- und Wahrnehmungspsychologie hinaus, nicht nur für die Förderung der Angewandten Psychologie stark engagierte, sondern sich auch nachhaltig für die Zulassung von Frauen zu Studium und wissenschaftlicher Karriere eingesetzt hat. In der Folgezeit haben weitere herausragende Persönlichkeiten das Göttinger Institut für Psychologie wissenschaftlich geprägt; erinnert sei hier beispielsweise an Narziß Kaspar Ach, Heinrich Düker und Kurt Gottschaldt.

Neben der Universität und ihren verschiedenen Einrichtungen bietet Göttingen als lebendige südniedersächsische Metropole eine attraktive Altstadt mit einer überraschenden gastronomischen Vielfalt und einer einladenden Kulturszene. Es lohnt sich, auch diese Seite der Universitätsstadt Göttingen während des Kongresses näher kennenzulernen.

Wir, die Organisatoren und das gesamte Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, freuen uns sehr, Sie bald in Göttingen begrüßen zu können.

Prof. Dr. Thomas Rammsayer